HSG Flensburg-Handewitt e. V.

Obedience

Obedience ist eine Hundesportart, die wie andere aus Großbritanien kommt. Das Wort bedeutet sinngemäß - Gehorsam. Vergleichbar mit der Spanischen Hofreitschule. Der Hund bildet mit seinem Hundeführer ein Team. Gemeinsam absolviert man verschiedene Übungen, die dann nach einem Punktesystem bewertet werden. Es gibt verschiedene Leistungsstufen, die Beginnerklasse, Klasse 1,   Klasse 2 und Klasse 3. Geübt werden Verträglichkeit mit anderen Hunden und Menschen. Weitere Übungen kommen aus dem Bereich der 

Unterordnung und Distanzübungen. Hier ein paar Beispiele aus der Beginner-Klasse, aus der Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3.

 

Verhalten anderen Hunden gegenüber

Die Teams stehen in einem Abstand von drei Metern nebeneinander in einer Reihe. Die Hunde sitzen neben dem Hundeführer in der Grundstellung. Nacheinander gehen die Teams vor und hinter der aufgestellten Reihe her. Der Abstand zwischen dem absolvierenden Team und der Reihe darf nicht mehr als ein Meter betragen.

 

Stehen und Betasten

Auf ein Hörzeichen muss der Hund neben dem Hundeführer stehen bleiben. Auf Anweisung des Richters stellt sich der Hundeführer schräg vor seinen Hund. Der Hund muss sich nun im Stand von allen Seiten vom Leistungsrichter betasten lassen. Auf Anweisung des Richters geht der Hundeführer wieder zurück zu seinem Hund und stellt sich neben diesen. Auf ein Hörzeichen hin nimmt der Hund wieder eine gerade Grundstellung ein.

 

 

 

Gebiss zeigen

Auf Anweisung des Leistungsrichters zeigt der Hundeführer durch Anheben der Lefzen das Gebiss des Hundes, wobei die Vorderseite des Gebisses geschlossen sein muss und die Seite vollständig sichtbar sein soll. Der Hund sitzt bei dieser Übung in der Grundstellung.

 

 

 

Abliegen in der Gruppe

Die Hundeführer nehmen mit ihren Hunden in einer Reihe, mit einem Abstand von ca. drei Metern zueinander, in der Position "SITZ" Aufstellung. Die Hunde werden nun nacheinander auf Anweisung des Leistungsrichters in die Position "PLATZ" gebracht. Die Hundeführer entfernen sich nun ca. 20 Schritte, drehen sich zu ihren Hunden und bleiben dort ca. 2 Minuten (Beginner). Nach Ablauf der Zeit gehen die Hundeführer zurück zu ihren Hunden und nehmen diese auf Anweisung des Richters wieder in die Position "SITZ". Die Hunde werden wieder angeleint und die Übung ist zu Ende.

 

 

 

1 Minute Sitzen mit Sichtkontakt

Die Hundeführer nehmen mit ihren Hunden in einer Reihe mit etwa 3 Meter Abstand zueinander in der Grundstellung Aufstellung. Nachdem die Hunde abgeleint worden sind, entfernen sich die Hundeführer ca. 20 Schritte  in Sichtkontakt zum Hund. Nach einer Minute begeben sich die Hundeführer zurück zu ihren Hunden.

 

 

 

Leinenührigkeit + Freifolge

Der Hund muss, an der linken Seite des Hundeführers geführt, in einem guten Tempo und aufmerksam an loser Leine neben dem Hundeführer folgen und zwar so, dass er diesen in keiner Weise bei seinen Bewegungen behindert.

Die gleichen Übungen zeigt das Team auch in der Freifolge (ohne Leine). 

 

 

Sitz aus der Bewegung

Aus der Grundstellung heraus geht der Hundeführer mit seinem bei Fuß folgenden Hund geradeaus. Nach ca. 10-15 Schritten bringt der Hundeführer auf Anweisung des Richters seinen Hund ins "SITZ". Der Hund sollte diese Position schnell einnehmen und ruhig am Platz verbleiben, während sich der Hundeführer weitere 20 Schritte entfernt. Dieser dreht sich zu seinem Hund um und geht erst auf Anweisung zu diesem zurück leint diesen wieder an und die Übung ist beendet.

 

 

 

Kommen auf Befehl + Zurücksenden zum Platz 

Der Hundeführer legt seien Hund in einem Quardrat von 3x3 Metern, das mit 4 Pylonen markiert ist, in der Mitte ab. Die Leine wird zum Hund gelegt. Auf Anweisung entfernt sich der Hundeführer ca. 15 Schritte. Der Hundeführer dreht sich zu seinem Hund um und ruft diesen wieder auf Anweisung mit einem "HIER" zu sich. Der Hund muss dieses Kommando ohne Zögern und in einem schnellen Tempo ausführen. Der Hund sitzt vor dem Hundeführer und nimmt anschließend die Grundstellung neben dem Hundeführer ein. Auf Anweisung sendet der Hundeführer den Hund zurück zur Leine in das Quardrat. Dort legt sich dieser neben der Leine hin. Auf Anweisung begibt sich der Hundeführer zum Hund. Auf ein Hörzeichen nimmt der Hund die "SITZ"-Position ein, wird angeleint und die Übung ist beendet.

 

 

 

Apport auf ebender Erde

Der Hundeführer legt ein Bringholz oder einen Apportierdummy in einer Entfernung von mindestens 10 Metern aus. Anschließend muss der Hund so lange neben dem Hundeführer sitzen bleiben, bis dieser ihm auf Anweisung das Hörzeichen zum Apportieren gibt. Der Hund soll den Gegenstand aufnehmen und auf direktem Wege zum Hundeführer  zurückkehren und sich direkt vor ihn setzen. Der Hund muss den apportierenden Gegenstand festhalten, bis der Hundeführer das Zeichen zum Loslassen gibt. Danach nimmt der Hund auf Hörzeichen die Grundstellung ein.

 

 

Geruchsunterscheidung aus maximal 6 Gegenständen

Der Hund muss aus maximal 6 Gegenständen, den herausfinden, der zuvor in Kontakt mit seinem Hundeführer gewesen ist. Er muss diesen finden, aufnehemen und umgehend bringen.

 

 

 

Voraussenden in ein Viereck

Der Hund wird zu einem Kegel in einer Entfernung von ca. 10 Metern geschickt. In der Nähe des Kegels wird dem Hund das Kommando "STEH" gegeben. Nach ca. 3 Sekunden gibt der Hundeführer seinem Hund die Anweisung, sich zu einem ca. 25 Meter entfernten 3x3 Meter Quardrat zu begeben, das durch Pylonen gekennzeichnet ist. Der Hund legt sich auf das Kommando "PLATZ" in dieses Quardrat.  Auf Anweisung  begibt sich der Hundeführer zum Hund. In einer Entfernung von ca. 2 Metern macht der Hundeführer eine Wendung und entfernt sich wieder vom Hund. Nach ungefähr 10 Metern kommt eine Wendung zum Ausgangspunkt und nach ca. weiteren Metern  ruft der Hundeführer seinen Hund zu sich.